Hintergründe
Warum

Warum ein neues Abfallwirtschaftssystem?

  • Zum 31.12.2015 lief der Entsorgungsvertrag mit der Firma SITA nach 25 Jahren aus.
  • Mayen-Koblenz hatte bis Ende 2015 landesweit mit das höchste Aufkommen an Restmüll pro Einwohner und Jahr. Der Landesdurchschnitt liegt bei rund 164 Kilogramm pro Einwohner und Jahr, Mayen-Koblenz kam auf 198 Kilogramm pro Einwohner und Jahr.
  • Die Mehrkammertonne (MEKAM-Tonne) war ein Auslaufmodell und führte zu folgenden Problemen:
        • keine Möglichkeit, Eigenkompostierung zu fördern
        • Biomüll ist durch Fehlwürfe zu stark verunreinigt
        • MEKAM-System ist inzwischen ein Exotenmodell, Fahrzeuge und Tonnen gibt es nur noch im Ausland
        • durch die Gebührenbemessung nach Haushaltsgrößen unabhängig von der tatsächlichen Abfallmenge, lohnt sich Abfalltrennung heute nicht
 

Chronik

Im März 2010 fällt der Grundsatzbeschluss des Kreistages, ein neues Abfallwirtschaftskonzept für die Zeit ab 2016 zu erarbeiten und die Frage zu klären, wer künftig die Abfuhr und Entsorgung übernimmt (europaweite Ausschreibung an private Entsorgungsunternehmen, Rekommunalisierung, interkommunale Zusammenarbeit, Aufgabenübertragung auf DZV).


Im Frühjahr 2012 Bürgerbefragung - Wesentliche Ergebnisse:

  • Die Bürger im Landkreis Mayen-Koblenz empfinden das aktuelle abfallwirtschaftliche Angebot überwiegend positiv, kritisieren aber das damit verbundene Gebührenniveau.
  • Weitere Verbesserungen werden nur gewünscht, wenn die Gebühren nicht steigen.
  • Der Wunsch nach mehr Transparenz und Gebührengerechtigkeit ist deutlich erkennbar: Wer mehr Müll macht, soll auch mehr bezahlen.
  • Die Bereitschaft, die Abfälle sauber zu trennen, ist groß


Im Dezember 2013
beschließt der Kreistag das neue Abfallwirtschaftskonzept des Landkreises für den Zeitraum 2016 – 2020. Wesentliche Ziele:

  • Reduzierung des Restmülls
  • Bessere Qualität des Biomülls
  • Wertstoffe wie Biomüll, Papier und Verpackungen sollen nicht mehr im Restmüll landen, damit sie besser verwertet werden können
  • Verbesserung des Trennverhaltens u.a. durch Gebührenanreize
  • Bessere Erfassung von Grünabfallmengen durch den Aufbau eines flächendeckenden Netzes von Sammelplätzen im Kreisgebiet
  • Aufbau eines Wertstoffhof


Im März 2014
überträgt der Kreistag weitere Aufgaben auf den Deponiezweckverband Eiterköpfe (heute: Abfallzweckverband Rhein-Mosel-Eifel). Unter anderem:

  • Sammlung der Abfälle bei den Haushalten im Kreisgebiet
  • Betrieb eines Wertstoffhofes
  • Recycling und sonstige Verwertung von Bioabfällen, Abfällen aus der Wertstofftonne, Grünabfällen, Altpapier

 
Im März 2015 wird die neue Abfallwirtschaftsssatzung und Abfallgebührensatzung vom Kreistag beschlossen.

Seit  Januar 2016 läuft das neue Abfallwirtschaftssystem.