Bioabfall
Bioabfall

Wir möchten einen hochwertigen Bioabfall. Werfen Sie daher bitte keine anderen Abfälle in den Bioabfallbehälter. Falsch befüllte Bioabfallbehälter (auch Biobehälter die mit  kompostierbare Biotüten aus Maistärke befüllt sind) werden nicht geleert und müssen nachsortiert oder gebührenpflichtig mit der nächsten Restabfallfuhr geleert werden.

Bioabfall ist ein wertvoller Rohstoff

Bioabfälle machen einen großen Teil unserer Abfälle aus. Sie sind viel zu schade, um im Restabfallbehälter zu landen, denn über eine Nutzung in Biogasanlagen kann sauber sortierter Bioabfall einen Beitrag zur regenerativen Energieversorgung leisten oder in modernen Kompostierungsanlagen zu wertvollem Kompost verarbeitet werden.  Wenn Sie Ihren Abfall richtig trennen, schonen Sie nicht nur die Umwelt, sondern auch Ihren Geldbeutel. Denn: Wenn Sie Ihre Bioabfälle nicht in den Restabfallbehälter werfen, sparen Sie sich zusätzliche Abfuhren des Restabfallbehälters und damit Leerungsgebühren. Der Mayen-Koblenzer Biomüll wird seit 2016 auf der Deponie Eiterköpfe in Ochtendung in drei Fraktionen gesiebt und anschließend regional in Ochtendung, Mayen und Neuwied weiterverarbeitet. Eine hochwertige Weiterverarbeitung ist aber nur dann möglich, wenn wir reinen Biomüll haben. Deswegen ist es wichtig, dass alle Mayen-Koblenzer an einem Strang ziehen und Bioabfälle in der Biotonne sammeln. Das ist gut für die Umwelt und für den Geldbeutel. Der Film zeigt, wie es geht. 

WAS GEHÖRT IN DEN Bioabfallbehälter?


Das sind beispielsweise:

  • Küchenabfälle wie
    • Obst-, Gemüse, Salat- und Lebensmittelreste
    • Südfrüchte, Zitrusfrüchte
    • feste und rohe Speisereste
    • Kaffeefilter
    • Kaffee- und Teesatzbeutel
    • Eierschalen
  • Garten- und Grünabfälle wie
    • Rasenschnitt
    • Laub
    • Gras- und Heckenschnitt
    • kleine Baumzweige
    • Blumen
    • Topfpflanzen (ohne Topf)
    • Blumenerde
    • Wildkräuter und Moos
  • Sonstige organische Abfälle wie
    • ungebleichtes Küchenpapier
    • Sägespäne von unbehandeltem Holz
    • kompostierbares Kleintierstreu

Wie entsorge ich Bioabfall?

Bioabfall gehört in den Bioabfallbehälter mit dem braunen Deckel. Den gibt es in fünf Größen: 40, 60, 120, 240 und 660 Liter. Bioabfall wird alle zwei Wochen, also 26-mal im Jahr, abgefahren. Fallen einmal mehr Gartenabfälle an, können Sie auch Gartenabfallsäcke kaufen oder für Laub kostenfreie Laubabfallsäcke benutzen.

Die Gebühren für den Bioabfallbehälter und die Zuteilungsgrößen können Sie hier einsehen.

Tipps für Ihren Bioabfall

  • Im Sommer
    • Gönnen Sie Ihrem Bioabfallbehälter im Sommer einen luftigen Platz im Schatten.
    • Legen Sie Ihren Bioabfallbehälter mit Zeitungen aus, damit überschüssige Nässe aufgesaugt und das Festkleben der Abfälle verhindert wird.
    • Lassen Sie Rasenschnitt am besten einen Tag antrocknen.
    • Pressen Sie nicht zu viel Bioabfall in den Bioabfallbehälter. Es kann sein, dass dadurch Reste im Behälter verbleiben.
    • Wenn es trotz aller Tipps doch mal riechen sollte, mischen Sie etwas Gesteinsmehl unter die Bioabfälle. Ggegen Maden hilft auch gelöschter Kalk, den Sie im Fachhandel erhalten.
    • Rüsten Sie Ihren Bioabfallbehälter mit dem Biofilterdeckel aus.

    Warum gibt es keine Sommerzusatzabfuhr?

    In 2002 bis 2015 wurde gegen Entgelt eine Sommerzusatzabfuhr angeboten. Allerdings wurde diesen, im Verhältnis zu den hohen Kosten, leider sehr wenig in Anspruch genommen. Dies spiegelt auch das Ergebnis der Bürgerbefragung in 2012 wider. 
  • Im Winter
    • Im Winter sollte Ihr Biobehälter möglichst wettergeschützt und frostsicher stehen, damit der Inhalt nicht festfriert.

    • Legen Sie den Behälterboden mit Papier oder Eierkartons aus.

    • Feuchte Bioabfälle sollten portionsweise und in Zeitungspapier eingewickelt in den Bioabfallbehälter eingefüllt werden.

    • Das lagenweise Einfüllen von Ast-, Heckenschnitt oder Laub verhindert zusätzlich das Festfrieren der Bioabfälle.

    • Auch im Winter sollten Sie die Abfälle nicht zusammenpressen.
  • Gegen Maden
    • Waschmittel und Kochsalz sind für die Kompostierung und Vergärung – also für die Verwertung des Bioabfalles - schädlich. Gesteinsmehl, Granulat und gelöschter Kalk unbedenklich.

    • Maden können sich gut entwickeln, wenn eiweißhaltige Lebensmittel ( z.B. Fleisch, Fisch, Milchprodukte, Eierspeisen) bei warmen Wetter längere Zeit offen zugänglich sind, denn die Fliegen legen dort ihre Eier ab. Die Eier entwickeln sich nach der Ablage auch in der geschlossenen Biotonne. Durch ein schnelles Verpacken (beispielsweise in Papier) dieser Bioabfälle, lässt sich die Eiablage und damit der Madenbefall verhindern.

    • Treten trotz dieser vorbeugenden Maßnahme Maden auf, hilft das Einstreuen von gelöschten Kalk in die Tonne. Auch eine Reinigung der Gefäße nach der Leerung trägt zur Verhinderung von Madenbefall und Geruchsentwicklung bei. Der Deckelrand der Tonne ist ein bevorzugter Eiablageplatz. Es empfiehlt sich ihn auch zwischen den Leerungen mit Neutralreinigern zu säubern.

    • Bioabfall sollte man möglichst trocken halten. Man kann ihn gut in Zeitungspapier einpacken oder kompostierbare Papiertüten benutzen (keine kompostierbaren Plastiktüten). Auch kann man Papier oder angetrockneten Rasenschnitt als Zwischenlagen in das Gefäß geben sowie den Gefäßboden mit Eierkartons oder Pappe auslegen. Wenn das Gefäß nicht in der prallen Sonne steht, trägt dies auch erheblich zur Minimierung des Madenbefalls bei.
  • für die richtige Sammlung
    • Zur Sammlung Ihres Bioabfalls können Sie kompostierbare Bioabfallsäcke (aus Papier, nicht aus Folie) nutzen. 

    • Bioabfall ist ein wertvoller Rohstoff. Der im Landkreis Mayen-Koblenz gesammelte Bioabfall wird seit Januar 2016 verschiedenen Verwertungsverfahren zugeführt. Der Bioabfall wird auf der Deponie Eiterköpfe gesiebt und in drei Korngrößen aufgeteilt. Die verschiedenen Größen werden unterschiedliche verwertet (z.B. Vergärung oder Kompostierung). Das Stoffstrommanagement obliegt dem Abfallzweckverband Rhein-Mosel-Eifel.

    • Die Verwendung von kompostierbaren Plastiktüten im Falle der Vergärung von Bioabfällen ist kritisch zu sehen. In diesem Verfahren werden die Bioabfälle in deutlich kürzerer Zeit als bei der Kompostierung verarbeitet. Es genügt eine Zersetzungszeit von rund 20 Tagen. In dieser Zeit kann keine der derzeit auf dem Markt angebotenen Biofolien zersetzt und zu Biogas oder Kompost umgewandelt werden.

    • In Kompostieranlagen müssen die Plastiktüten händisch aussortiert werden. Eine Unterscheidung zwischen konventionellen und biologisch abbaubaren Tüten kann nicht erfolgen. Das heißt, bedingt durch die Nachsortierung entsteht ein erheblicher Mehraufwand, der auch mit Kosten, welche sich auf den Gebührenhaushalt auswirken, verbunden ist.

    • Allgemeine Informationen zum Thema Abfall und ihrer Verwertung/Beseitigung finden Sie hier in der Broschüre "Abfälle im Haushalt" des Umweltbundesamtes.