Grünschnitt: Andernach macht's vor
Grünabfall

Seit Anfang Dezember können die Bürger im Landkreis Mayen-Koblenz auf dem Grünabfallsammelplatz in Andernach ihren holz- und strauchartigen Grünabfall kostenlos und zu jeder Zeit problemlos entsorgen  - mit Ausnahme von Sonn- und Feiertagen sowie während der Nachtruhe von 22 bis 6 Uhr.  Eigentümer des Geländes ist die Stadt Andernach. Erste Bilanz: Alles läuft reibungslos.

16 Tonnen wurden alleine im Dezember 2014 abgeladen und von der Firma SITA abgefahren. Dies hat dazu geführt, dass bei der Straßensammlung nur 35,4 Tonnen angefallen sind, während die Zahl im Januar 2014 bei 43 Tonnen lag. Für Carsten König, Leiter des Referats Abfallwirtschaft, ein Beweis, dass der neu eingerichtete Grünabfallsammelplatz gut angenommen wird und der Landkreis Mayen-Koblenz auf dem richtigen Weg ist. Der Platz in Andernach ist ein Pilotprojekt und hat Vorbildcharakter. Kreisweit soll ein Netz an Grünabfallsammelplätzen entstehen, die der Bürger wohnortnah und ganzjährig kostenlos nutzen kann. Im Gegenzug findet keine Straßensammlung mehr statt, mit Ausnahme der Weihnachtsbäume, die ab 2016 von ortsansässigen Vereinen eingesammelt werden, die dann pro Baum eine Vergütung vom Kreis erhalten.

Kritiker befürchten, dass es zukünftig zu illegalen Abfallablagerungen kommen wird. König: „Sicher haben wir keine Garantie, dass der ein oder andere die Situation ausnutzt, um unsachgemäß seinen Abfall zu entsorgen.

Illegale Abfallablagerungen werden geahndet und mit einem Bußgeld belegt. Muss illegaler Müll auf den Plätzen beseitigt werden, und der Verursacher ist nicht auszumachen, trägt der Kreis die Kosten.“ Das Pilotprojekt in Andernach beweist bislang das Gegenteil: Kein illegaler Abfall. Lediglich ein Sack mit Kaninchenstreu wurde fälschlicherweise dort geparkt. Anlass zur Besorgnis besteht somit zunächst nicht. Eher schauen die Verantwortlichen mit Zuversicht auf die anstehende Umstrukturierung.