Moderne Abfallbehälter für die MYK-Bürger
Tonnenlager der Firma ESE

Nach einem europaweiten Vergabeverfahren steht der Lieferant der neuen Abfallbehälter im Landkreis Mayen-Koblenz fest: Die Firma ESE aus Neuruppin hat den Zuschlag erhalten. 200.000 Behälter werden ab September 2015 an die Bürger ausgeteilt und im Gegenzug die alten Gefäße eingezogen.

Was ist neu? Die MEKAM-Gefäße haben ausgedient, ein ohnehin teures und nicht mehr zeitgemäßes Behältermodell. Aus zwei Tonnen werden somit drei: Eine Papier-, eine Bio- und eine Restmülltonne. Alle Tonnen haben einen grauen Korpus und unterscheiden sich nur in den Deckelfarben. Blau für Papier, Braun für Bio und Grau für Restmüll. Ein ergonomischer Fußtritt für leichtes Überwinden von Bordsteinkanten, eine glatte Innenseite für bessere Reinigung und Entleerung sowie die Vorbereitung zur Anbringung eines Schwerkraftschlosses sind nur einige Beispiele dafür, dass die neuen Tonnen auch mehr Komfort bieten. 

Der Bürger kann zwischen verschiedenen Größen wählen, ganz nach seinem Bedarf. Hat er bei Papier und Restmüll die Auswahl zwischen 120 Litern, 240 Litern und 1100 Litern steht er beim Biomüll vor der Frage: Benötige ich 40 Liter, 60 Liter, 120 Liter, 240 Liter oder gar 660 Liter? An dieser Stelle hat sich die Verwaltung entschieden, die MYK-Bürger schon frühzeitig auswählen zu lassen, wie groß ihr Biobehälter sein soll. Mit den Gebührenbescheiden für 2015 ging ein Zusatzblatt an alle Haushalte, mit dem der Bürger seine Wunschgröße mitteilen kann.

Auch die Papier- und Restmüllbehälter werden ab September 2015 Zug um Zug in MYK ausgetauscht. Dabei wird auf der Grundlage der Personenzahl auf dem Grundstück jeweils das kleinste nach der Satzung zugelassene und damit für den Bürger günstigste Gefäß ausgeteilt. Hierzu gibt es frühzeitig Informationen über die lokale Presse. Zusätzlich finden die Bürger kurz vor der Umstellung einen Handzettel im Briefkasten, dass der Behältertausch bei der nächsten Leerung ansteht. Wer mit der Behälterauswahl unzufrieden ist, kann im Nachgang die Behälter in eine andere Größe tauschen lassen.

Alle Tonnen werden mit einem Chip versehen, so dass jede Tonne eindeutig einem Grundstück und damit einer Adresse und einem Gebührenschuldner zugeordnet werden kann. Das garantiert ein verursachergerechtes Abfallwirtschaftssystem. Mit Hilfe der Chip-Nummer und Login-Daten wird der Bürger ab Januar 2016 im Internet kontrollieren können, wann und wie oft seine Restmülltonne geleert wurde. Ein weiterer Vorteil des neuen Chip-Systems ist, dass die Verwaltung weiß, wie viel Tonnen im Umlauf sind und wo sie sich befinden. So wird Missbrauch vorgebeugt.

Das ist vor allem deswegen wichtig, da der Landkreis nun, wie der zuständige Erste Kreisbeigeordnete Burkhard Nauroth erläutert, selbst Eigentümer der Abfallbehälter ist: "Über zwei Jahrzehnte hatte der Landkreis die Behälter von einem privaten Unternehmen angemietet. 2014 entschieden sich die politischen Vertreter, die abfallwirtschaftlichen Leistungen zu kommunalisieren und somit auch den Weg frei zu machen für ein modernes, wirtschaftliches und bürgerfreundliches Abfallkonzept. Dem tragen wir auch mit der Anschaffung eigener Behälter Rechnung, die langfristig gesehen die kostengünstigere Alternative ist.“

Weitere Informationen zu den Behältern finden Sie hier.