Bioabfall: Richtiges Trennen ist gut für die Umwelt und den Geldbeutel
Bioabfall - eine wertvolle Ressource


Nur aus sauberem Bioabfall entsteht hochwertiger Kompost
Ab 2016 übernimmt der Abfallzweckverband Rhein-Mosel-Eifel die Verwertung der Bioabfälle aus dem Landkreis Mayen-Koblenz. Der Biomüll wird dann auf der Zentraldeponie Eiterköpfe gesiebt und nimmt danach drei verschiedene Wege: in einer Vergärungsanlage wird Biogas erzeugt, in einer Kompostierungsanlage wird daraus hochwertiger Kompost und die groben Materialien werden einer thermischen Verwertung zugeführt. All das schont nicht nur die Umwelt, sondern trägt auch zu niedrigeren Abfallgebühren bei. Die Gleichung lautet: Je reiner der organische Abfall, desto hochwertiger und kostengünstiger kann er verwertet werden.

Das Kompostieren und Vergären von organischen Abfällen ist das natürlichste und älteste Recycling der Welt. Schon immer nutzten Menschen den biologischen Prozess der Verrottung, um mit Luft, Bakterien und Mikroorganismen Dünger oder Humus zu gewinnen. Der Komposthaufen im eigenen Garten liefert dem Hobbygärtner wichtige Pflanzennahrung. Derzeit ist der Biomüll in Mayen-Koblenz stark verunreinigt. Neben Plastiktüten findet man in der Tonne mit dem braunen Deckel zahlreiche andere Abfälle. Windeln, Verpackungsmaterial, Batterien, Kronkorken, Staubsaugerbeutel, Straßenkehricht und  Glas haben im Bioabfall nichts zu suchen. Die Stoffe verringern nicht nur die Qualität und damit die Verkaufserlöse des Endprodukts, es können sich auch Schwermetalle im Kompost festsetzen. Diese Belastungen aus dem Kompost zu eliminieren, ist nicht möglich. Daher will die Kreislaufwirtschaft-MYK die Bürger dazu animieren, ihr Trennverhalten zu analysieren, bevor im schlimmsten Fall die falsch befüllte Biotonne stehen gelassen werden muss.

So verschmutzt ist der MYK- Bioabfall noch im Oktober 2015 - trotz Biotonne

 

Kunststoffbeutel gehören nicht in die Biotonne
Die Voraussetzungen für eine funktionierende Kompostierung werden bereits im Haushalt geschaffen. Nur wenn Küchen- und Gartenabfälle ohne Störstoffe in die Biotonne gelangen, entfällt das sehr aufwändige und teure Aussortieren von Hand. Ein Hindernis für die schnelle und gute Kompostierung ist insbesondere, wenn der Biomüll in Plastiktüten eingepackt wurde. Dagmar Menges, Leiterin der Abteilung Umwelt und Bauen, erklärt: „Plastiktüten verrotten nicht und behindern die Kompostierung massiv, da kein Sauerstoff an die organischen Abfälle gelangen kann. Der Sauerstoff ist aber für die Bakterien, die den Bioabfall zersetzen, unerlässlich.  In der Kompostieranlage muss jede Tüten per Hand aufgerissen und aussortiert werden. Das verursacht hohe Kosten, die jeder Bürger, also auch derjenige, der sauber getrennt hat, mittragen muss.“  So sollte auch der MYK-Biomüll bald aussehenDie im Handel angebotenen  „kompostierbaren Biofolientüten“ stören den Kompostierungsprozess genauso wie normale Plastktüte.
Daher sind zukünftig neben den „normalen“ Plastiktüten auch die „kompostierbaren Varianten“ aus der neuen Abfallwirtschaftssatzung ausgeschlossen.

Tipp: Bioabfall in Zeitungspapier einpacken
Damit Bioabfälle in der Tonne nicht festkleben oder unangenehme Gerüche durch austretende Flüssigkeit entstehen, empfiehlt die Kreislaufwirtschaft-MYK, den Bio-Abfall in Zeitungspapier einzuwickeln. Auch können Papiertüten benutzt werden, die in Drogerie- und Supermärkten erhältlich sind.

 


Aufkleber hilft beim Trennen
Hilfe  beim Trennen gibt auch ein Aufkleber, den Sie auf die Biotonne oder das Sammelgefäß in der Küche kleben können. Die Aufkleber gibt es bei der  Kreislaufwirtschaft-MYK unter Email oder telefonisch unter 0261/108-334 und -316.