Was geschieht mit dem MYK-Bioabfall?
Vergärungskraftanlage in Mayen-Kürrenberg - hier wird ein Teil des MYK-Biomülls weiterverarbeitet

Bioabfall ist wertvoller Rohstoff, der in der Region weiterverarbeitet wird

Der Abfallzweckverband Rhein-Mosel-Eifel ist ab 2016 für die Abfallentsorgung und -verwertung im Landkreis Mayen-Koblenz zuständig. Hierzu wird er Bio-, Rest- und Papierabfälle im Landkreis einsammeln und einen Wertstoffhof an der Deponie Eiterköpfe (zwischen Ochtendung und Plaidt) betreiben. Hierzu gehört auch, die Bioabfälle aus dem Landkreis weiter zu verarbeiten.

Kommen die Bioabfälle auf dem Gelände des Abfallzweckverbands an, werden diese zunächst mit einer Siebanlage mechanisch vorbehandelt und in drei Fraktionen aufgeteilt:

„Es gibt das Unterkorn (unter 40 mm), das Mittelkorn (40-80mm) und das Überkorn (übe 80 mm). Der so aufgeteilte Bioabfall wird nun zu unterschiedlichen Orten gebracht und weiterverarbeitet“, erklärt Frank Diederichs. Das Unterkorn wird der Biogasanlage Kraft in Mayen zugeführt. Dort entstehen Energie in Form von Wärme und Dünger. Das Mittelkorn wird zum Kompostierwerk SITA West in Neuwied gebracht und dort zu wertvollem Kompost verarbeitet. Im Blockheizkraftwerk Flohr in Neuwied wird das Überkorn zu Dünger weiterverarbeitet.

Burkhard Nauroth, Erster Kreisbeigeordneter und Verbandsvorsteher des AZV, betont: „Unsere Bioabfälle werden vor Ort umwelt- und klimafreundlich verarbeitet. Das ist ein Gewinn für unsere Region – besser geht es nicht! Wichtig ist, dass wir einen hochwertigen Bioabfall zur Weiterverarbeitung haben. Das heißt, Fehlwürfe in der Biotonne müssen vermieden werden – mit einem sauberen Bioabfall steht und fällt die Weiterverarbeitung“. 

Wertvolle Tipps zur richtigen (Bio-) Abfalltrennung hat die Kreislaufwirtschaft MYK in einem Film zusammengestellt. Diesen finden Sie hier.