Gewerbebetriebe und sonstige Anfallstellen
Schweißer bei der Arbeit

Gewerbetreibende sollten sich dafür entscheiden, uns nicht nur die Restabfälle, sondern auch Abfälle zur Verwertung zu überlassen! Wir beraten gerne zur optimalen Ausstattung mit Behältern und klären Fragen zu den Gebühren.

Mit dem neuen Abfallwirtschaftssystem ab 2016 bietet der Landkreis Mayen-Koblenz allen Gewerbetreibenden und sonstigen Anfallstellen wie beispielsweise Gemeindeverwaltungen, Altenheimen, Schulen oder Kindergärten ein attraktives Entsorgungssystem, welches sowohl für Restabfall als auch für Bioabfall und Papier eine bestmögliche Entsorgung bietet.

Neuer Service

Mit der neuen Abfallwirtschaft werden Gewerbebetriebe und sonstige Anfallstellen mit den privaten Haushalten gleichgestellt. Das bietet eine Reihe von Vorteilen:

  • Sie können die gebührenfreien abfallwirtschaftlichen Angebote in haushaltsüblichen Mengen mitbenutzen.
  • Sie nehmen teil am günstigen Angebot für die Vewertung von Bioabfall.
  • Sie profitieren von dem attraktiven Angebot für die Altpapierentsorgung.
  • Eine gebührenfreie Abfallberatung vor Ort auf Abruf ist möglich.

Betriebe und Einrichtungen erhalten ein ökologisch hochwertiges und ökonomisch interessantes Leistungsangebot, mit dem sie ihre Entsorgung der Rest-, Bio- und Papierabfälle in haushaltsüblichen Mengen organisieren können.

Was sind die Voraussetzungen?

Sie teilen der Kreislaufwirtschaft betriebsspezifische Kennzahlen mit. Auf dieser Basis wird dann der zu Grunde zu legende Einwohnergleichwert (EWG) ermittelt. Die Betriebe und Einrichtungen erhalten eine Empfehlung für die neue Behälterausstattung. Auf Anfrage können sich die Betriebe auch vor Ort individuell beraten lassen. Somit wird eine an Ihren Bedürfnissen  ausgerichtete Ausstattung mit Abfallbehältern gewährleistet. Gleichzeitig können sich Gewerbebetriebe über die Möglichkeiten, die das neue Abfallwirtschaftssystem sonst noch bietet, informieren.

    

Hinweis: Auch für Bioabfall und Papier werden die Behältergrößen anhand von Einwohnergleichwerten ermittelt.

Wie setzen sich die Gebühren zusammen?

Für den Anschluss an die Abfallentsorgung entrichten alle Betriebe pro Jahr:

Grundstücksbezogene Grundgebühr
12,89 €
Betriebsbezogene Grundgebühr
94,66 €

Damit können Gewerbebetriebe und sonstige Anfallstellen sämtliche Einrichtungen der Abfallwirtschaft mitnutzen.

Für den Bioabfall gelten folgende Behältertarife:

Behältergröße
Behältergebühr/Jahr
40 Liter
16,41 €
60 Liter
18,88 €
120 Liter
29,19 €
240 Liter
50,54 €
660 Liter
135,47 €

Dieser Tarif ist in Abhängigkeit der gewählten Behältergröße zu entrichten. Die Abfuhr des Bioabfalls erfolgt alle zwei Wochen.

Die folgenden Behältertarife und Leerungsgebühren sind in Abhängigkeit der Behältergröße für den Restabfall zu entrichten:

Behältergröße
Behältergebühr/Jahr
Leerungsgebühr
120 Liter
19,08 Euro
4,14 €
240 Liter
25,69 Euro
8,28 €
1.100 Liter
82,47 Euro
37,95 €

Der Restabfall wird alle vier Wochen abgefahren.

Hinweis: Betriebe mit einem Einwohnergleichwert müssen zwei, alle anderen Betriebe vier Mindestleerungen unabhängig von der Inanspruchnahme bezahlen.

Für Papier gibt es Gutschriften, wenn der Papierbehälter mindestens zur Hälfte befüllt ist und zur Abfuhr bereit gestellt wird. Es sind maximal 13 Leerungen im Jahr möglich.

So könnten sich die Gebühren zusammensetzen:

Der Schlosserbetrieb „Wilder Hammer“ hat insgesamt neben dem Inhaber noch fünf Gesellen, einen Azubi und eine Bürokraft. Er wird mit 4 EWG eingestuft (1 EWG entspricht 2 Beschäftigten).

Er erhält eine die folgende Behälterausstattung:

Restabfallbehälter
120 Liter
Bioabfallbehälter
120 Liter
Papierabfallbehälter
240 Liter

Er zahlt:

Grundstücksbbezogene Grundgebühr
12,89 €
Betriebsbezogene Grundgebühr
94,66 €
Restabfallbehältertarif
19,08 €
Bioabfallbehältertarif
29,19 €


max. 13 Leerungen Restabfallbehälter
53,82 €
max. 13 Gutschriften Papierabfallbehälter
- 37,18 €


Gebührenhöhe
172,46 € max.
bei 13 Leerungen Restabfall
Gebührenhöhe
135,20 € min.
bei 4 Leerungen Restabfall
Bis Ende 2015 zahlte der Schlosserbetrieb „Wilder Hammer“ mindestens 324 € pro Jahr bei einem deutlich geringeren Leistungsumfang.